Einen eigenen Onlineshop erstellen [+ Video Tutorial]

Herzlich Willkommen hier zurück in der heutigen, bereits dritten, Summer School Folge.

Heute wird es rund um das Thema Shop gehen. Wir gehen darauf ein, welche Shop Varianten es gibt, warum überhaupt es sinnvoll sein kann einen solchen zu haben (und wann nicht) und welche Shop Variante für dich das passende Modell ist. Und warum wir manchmal von der Anfangsromantik geblendet sind.

Das Video bei dem ich dir einen Einblick in Jimdo und elopage gebe, findest du weiter unten.

Und jetzt geht’s los…

Einblicke in den Jimdo und elopage Shop:

Für viele von ist dieses Gefühl „Einen Laden zu haben“ etwas ganz Großes. Wenn wir mal zurückblicken, fangen wir doch schon als Kinder damit an. Wir spielen Kaufladen mit einer Begeisterung, als würde es kein Morgen geben. Mit niedlicher Kasse, kleinen Einkaufskörben und bunten Spielzeug-Lebensmitteln. Keiner von uns wollte bei diesem Spiel derjenige sein der einkauft, sondern hinter der Theke stehen: „Was darf es sein?“

Warum das wohl so ist? Keine Ahnung. Aber es ist so.

Und irgendwie scheint dieses Spiel so in uns drin zu sein, dass wir später, wenn wir älter sind und in der Theorie tatsächlich einen Laden aufmachen könnten, wieder darüber nachdenken. Was wäre wenn?

Ein echter Laden? So mit Geschäft? Ist den meisten erst einmal zu teuer. Ein zu hohes Risiko und seien wir ehrlich, er bindet uns dann auch ganz schön an sich.

Denn was ich zu früher verändert hat, ist dass wir gleichzeitig auch unsere Freiheit lieben und unabhängig sein wollen.

 

Laden und unabhängig?

Klingt also erst einmal irgendwie nicht kombinierbar.

Das Gute ist aber natürlich, dass wir in dieser wunderbaren Welt des Internets leben. Übrigens ruft vermutlich auch unter anderem genau dieses diesen Drang nach Unabhängigkeit und Freiheit hervor. Weil wir nicht mehr Ortsgebunden sein MÜSSEN (aber natürlich können wenn wir wollen).

Daher ist heute eher die erste Idee der Onlineshop. Ist super schnell aufgesetzt, man kann das Ganze „Laden besitzen“ erst einmal antesten. Geld muss man hier heute kaum noch für in die Hand nehmen.

Und gleich vorweg, ich bin absolut dafür, dass man mehrere Säulen haben sollte, auf die man aufbaut. Aber eher nacheinander als sofort zu Beginn alles gleichzeitig. Denn wenn wir so anfangen wird alles nicht rund und man hängt halb hier, halb da drin.

Mir ist klar, dass das für viele super schwierig ist, dieses strikte nacheinander bzw. erst einmal das eine rocken und dann das nächste hinzunehmen. Aber anders wird es einfach nicht gut und dauert länger.

Trotzdem sind natürlich mehrere Einkommensströme toll. Läuft der eine mal nicht so toll, kann der andere es ausgleichen.

Und selbst wenn du aktuell noch angestellt bist, kannst du so etwas wie einen Shop wunderbar parallel starten. Dabei sind digitale Produkte die einfachere, weniger Zeitintensive und skalierbarere Variante. Ein Ebook am Wochenende oder ein paar Abenden schreiben oder ein Tutorial machen, geht auch parallel. So kannst du langsam aber sicher auch als Angestellte dir parallel etwas aufbauen, ohne dass du gleich deinen Job kündigen musst.

Mit Produkten die verschickt werden müssen, könnte es schon wieder stressig werden, es parallel zur Vollzeit zu machen. Denn hier muss, wenn du es alleine machst, wirklich viel Zeit investiert werden. Aber dazu kommen wir dann gleich noch einmal im Detail.

Wenn man sich den Markt aktuell ansieht, gibt es eigentlich drei Varianten des online Produkte verkaufen und ich gehe auf alle drei ein wenig ein. Mit zwei der Lösungen habe ich selber sehr viel Erfahrungen sammeln können.

 

Fangen wir mit der an, die zumindest hierzulande nicht wirklich viele so richtig erfolgreich nutzen.

Das hochladen deiner Designs auf die Plattformen von Zwischenanbietern wie Spreadshirt, Redbubble, Society6, usw. Wer z.B. zeichnet und designed oder auch Fotos macht, der kann hier super einfach seine Designs hochladen, auf die Produkte legen und schwupps, ist alles erledigt. Der Zwischenanbieter macht den Rest. Rechnungen schreiben, Produkte produzieren, verschicken, Support, Retouren. Alles. Entsprechend viel behält er prozentual natürlich auch ein. Das wäre eine Variante für physische Produkte, bei denen du aber nicht in Vorleistung gehen musst. Denn die Produkte werden ja erst von der Plattform produziert, wenn eine Bestellung eingeht. Du hast also vorab kein Risiko oder große Ausgaben und musst auch nicht ein Lager haben, dass mit T-Shirts & Co gefüllt ist.

Ab und an wird die Frage in meiner Facebook Gruppe „Creative Business Party“ gestellt, ob man denn von dieser Art Shop leben kann. Und meistens kommt von vielen Seiten ein „Nein. Kann man nicht.“

Kann man auch nicht, wenn man das nur so nebenher macht, wie die meisten es tun. Für gewöhnlich werden zwei, drei Motive hochgeladen, auf alle Produkte gesetzt, das Standard Produktbild vom Anbieter verwendet. Und dann? Wird gewartet und sich gewundert dass sich nichts tut und man kann eine Einnahmen hat.

Da Problem ist, auch, wenn uns heute die Möglichkeiten geboten werden und es ersteinmal einfach aussieht, muss man natürlich trotzdem Arbeit rein stecken.

Sonst wird das nichts. Voller Fokus. Du musst dein gesamtes Marketing in genau diese Richtung lenken. Die Kunden müssen am Ende immer genau dort in deinem Shop landen und es liegt an die hier tolle Fotos zu machen, die Produkte SEO-technisch gut zu benennen und sie zu bewerben. Nur weil sie da online stehen, kauft es keiner. Denn seien wir ehrlich: Neben deinen Produkten stehen natürlich auch hunderte, tausende andere tolle (und nicht so tolle) Produkte online. Du musst dich da schon reinhängen, Marketing betreiben und es allen sagen. Und zwar immer und immer wieder. Einfach so, kommt keiner.

Das verstehen die wenigsten. Es wird gedacht, hier kann man bestimmt ganz einfach Geld verdienen. Dann wird aber kein Marketing betrieben, es kommt eben kein Geld rein und dann wird der Shop wieder geschlossen oder er dümpelt dort lieblos vor sich. Es wird zu schnell aufgegeben.

Egal, wie einfach es am Anfang aussieht, es ist immer mit Arbeit verbunden. Und wer die nicht investieren will, wird weder mit diesem, noch einer anderen Art Onlineshop Erfolg haben.

Okay. Kommen wir zur zweiten Variante:

 

Der ursprüngliche Onlineshop, der so richtig deiner ist.

Quasi ein echter Laden, nur online.

Ich selber hatte mal ein Papeterie Label namens Joki Papierkram. Wie so viele fing ich mit dem romantischen Gedanken an, einen kleinen Onlineshop zu haben. Mit schönen Verpackungen, von Hand geschrieben Grüßen die man der Bestellung beilegt. Du weißt was ich meine.

Ich startete meinen Shop auf DaWanda, die ja nun leider schließen. Dort lenkte ich alle hin und der Laden lief wirklich gut. Ich hatte mir von Beginn an drei Jahre gegeben. Dann wollte ich reflektieren, ob es sich lohnt oder nicht.

Denn was die meisten bei all der Romantik vergessen ist, dass du auch davon leben musst. Und es ist wie mit dem Kinder kriegen und Mama sein. Wenn du es nicht mal durchgemacht hast und Kids hast, dann hast du keine Ahnung was das alles mit sich bringt.

Ich will dir hier in keinster Weise die Romantik nehmen. Aber, ich sehe es echt als eine meiner wichtigsten Aufgaben, dich darin aufzuklären, dass du, ganz besonders als Kreative, unternehmerisch denken musst. Was bringt dir eine verkaufte Karte für 1€, wenn du dafür eine Rechnung schreiben und es zur Post bringen musst? Wo liegt denn da der Stundenlohn? Klar, du kannst mehrer Bestellungen auf einmal zur Post bringen. Aber allein das verpacken, Porto Aufkleber ausdrucken, Waren zusammensuchen, Kundenfragen beantworten und was da sonst noch so alles anfällt, kostet so unendlich viel Zeit.

Und es sind alles Aufgaben, die du in der rosa Anfangs-Laden-Romantik und Start-Euphorie nicht siehst. Ich begann meinen Shop genau so. Ein paar Karten, ein paar Notizblöcke. Dann hat man irgendwann das Gefühl man muss noch mehr Produkte haben, damit die Kunden mehr Auswahl haben und man auch mal wieder etwas Neues auf Social Media bewerben kann statt immer nur die gleiche Karte.

Problem ist hier, dass du natürlich bei dieser Art Shop immer in Vorkasse gehst. Du musst es produzieren lassen und dann auch lagern. Und glaub mir, da häuft sich so einiges an. Schön aussehen tut es dann nicht mehr in der eigenen Wohnung 😉

Deshalb einfach nur der gut gemeinte Hinweis an dich: Sei dir von Beginn an bewusst, dass du mit physischen Produkten nur richtigen Erfolg haben wirst, wenn du groß wirst. Heißt, wenn deine Produkte auch im Einzelhandel stehen, damit größere Mengen abgenommen werden. Wenn du Mitarbeiter einstellen kannst, die dir z.B. den Kundensupport abnehmen oder das verpacken übernehmen. Vermutlich wirst du auch irgendwann aus deiner Wohnung raus müssen, schon allein wegen des Lagers. Messebesuche stehen an, damit dich der Einzelhandel und Großkunden überhaupt auf dem Schirm haben.

Wenn es das ist was du willst: Go for it. Es kann super werden. Es wird super werden.

Wenn du aber den Shop nur aus Romantik aufmachst und um ab und an mal ein Kärtchen zu verschicken, dann sei dir über den Aufwand bewusst. Oder siehe es von Beginn an nur als Hobby das Nebenher läuft.

Mein Shop war damals dann an dem Punkt, an dem ich mich (beim Ablauf der drei Jahre) entscheiden musste. Entweder groß gehen oder einstampfen. Ein paar Karten „nebenher“  war mir auf Dauer zu nervig. Es kamen immer wieder Kunden-Emails mit Nachfragen rein, wegen einer Postkarte zum Briefkasten laufen war doof. Es kostete einfach nerven.

Du könntest aber z.B. fett in den Shop rein schreiben: Liefert nur einmal die Woche am Mittwoch um 12 Uhr. So nimmst du dir den Druck der Lieferzeiten raus, kannst alle Bestellungen auf einmal abarbeiten.

Es sind einfach nur Erfahrungswerte und Inputs, die ich dir hier geben möchte, für den Fall, dass dir ein Shop mit Produkten, egal welche, im Kopf herum schwirrt.

Und vielleicht kannst du jetzt nachvollziehen, warum ich zu Beginn meinte, dass das eher nicht die Variante ist, die ich persönlich zu Beginn wählen würde, wenn ich mich neben dem Vollzeit-Angestellter sein eine weitere Einkommenssäule aufbauen möchte.

Denn seien wir ehrlich: Wer will abends noch Pakete packen und frankieren und dann am nächsten Morgen diese auf dem Arbeitsweg bei der Post vorbei bringen?

Da haben digitale Produkte definitiv einen Vorteil.

Ich war damals auf DaWanda, die ja nun aber schließen, und bin dann zu meinem eigenen Shop rüber. Heißt, ich war nicht Teil einer Plattform, sondern habe meinen wirklich eigenen Shop. Du weißt ich mag es wenn mir die Plattform selbst gehört und nicht wem anders. Dann kann es auch nicht passieren, dass da plötzlich jemand den Laden schließt und ich Angst haben muss, dass mein Kundenstamm damit gleich mit verloren geht.

Heute gibt es zum Glück super einfache Möglichkeiten einen Shop binnen Minuten zu erstellen. Z.B. mit Jimdo. Einen kleinen Einblick per Video gebe ich dir im Video weiter oben.

Übrigens, dass nur so am Rande: Wenn ich persönlich noch einmal einen Shop mit physischen Produkten ins Visier nehmen würde, dann würde ich mir einen Vertrieb suchen, der für mich alles übernimmt. Verpacken, Rechnungen, Versand, Lager, Retouren, usw. Natürlich bliebe dann da einiges an Kohle auf dem Tisch liegen, aber wenn man sich mal überlegt, was man hier an Zeit, Aufwand, Nerven und Platz spart ist es das Wert.

Denn am Ende kaufst du dir damit so viel Zeit zurück. Zeit, die du dann lieber ins Marketing und neue Produkte entwerfen stecken kannst, als ins Pakete packen.

Kommen wir zur dritten Variante:

 

Dem digitale Produkte verkaufen.

Mein absoluter Favorit wie du dir mittlerweile vermutlich denken kannst. Hier können z.B. Designs, Schriften, Illustrationen, Fotos, Photoshop Actions, Mockups, Schnittmuster, Plotterdateien, Onlinekurse, Ebooks und was es alles gibt digital angeboten werden. Der Vorteil: Du kannst es nach oben hin beliebig oft verkaufen und musstest nur einmal deine Zeit investieren. Du machst dich frei vom Geld für Zeit Faktor und kannst auf diese Weise mit dem ersten Bein aus dem Hamsterrad raus. Und wer von euch will denn das bitte nicht?!

Auch hier gibt es wieder die Variante: Eine Plattform auf der viele versammelt sind, wie z.B. Creativemarket oder der eigene Shop.

Ich weiß noch, als ich das erste Mal Lisa Glanz entdeckte. Sie hat ihren Fokus voll auf diesen Markt gesetzt und eben via Creativemarket verkauft. Entsprechend macht sie auch ihre komplette Werbung nur für diese Kanäle und ist in der Szene bekannt. Ich war um ehrlich zu sein anfangs geschockt als ich gesehen habe, für wie verhältnismäßig wenig Geld sie ihre Designs an den Mann bringt. Aber dabei vergisst man eben wie oft sie diese verkauft.

Und genau hier liegt der Hund begraben.

Wir dürfen diese Arbeit nicht mit Kundenaufträgen vergleichen. Der Kunde bekommt nichts exklusives und weiß das auch. Die Designs können Tausendfach über den Ladentisch gehen. Mittlerweile hat sie übrigens auch ihren eigenen Shop, was nur nachvollziehbar ist, da sie sich auf diese Weise keine Prozente bei Creativemarket lassen muss und damit aus der Abhänigkeit einer anderen Plattform heraus kommt.

Das Gleiche funktioniert übrigens auch für alles andere was man digital herunterladen kann. Nehmen wir die Photoshop Pinsel von Kyle T. Webster. Adobe hat da nicht einfach so an die Tür geklopft und wollte seine Pinsel exklusiv in der Cloud haben. Er hat enorme Umsätze durch seine digitalen Pinsel gemacht. Das musst du dir mal vorstellen. Ist das nicht großartig? Er hat seinen vollen Fokus darauf gelegt. Die Pinsel wurden besser und besser. Das ist natürlich eh für alles die Voraussetzung: Die Produkte müssen top sein. Sonst kauft sie keiner.

Jedenfalls gingen seine Pinsel quasi viral und sind in aller Munde. Digitale Produkte, meine Liebe. Ich sag’s dir.

In Deutschland gibt es da mittlerweile einen echt tolle Lösungen um digitale Produkte anzubieten. Ein echter Vorreiter auf dem Gebiet ist elopage, die ich auch selber als Zahlungsdienstleister nutze für all meine Produkte.. Tolga Önal von elopage hatte ich mal auf dem Podcast, denn ich bin ein absoluter Fan von ihnen und das Tool ist einfach unschlagbar. Die Folge übrigens auch (hier kommst du zur Folge).

Jedenfalls kannst du auf diese Weise selber ganz einfach digitale Produkte anbieten. Aber eben auch z.B. Tickets und mittlerweile kann man dort sogar Onlinekurse ganz einfach erstellen. Auf dem Blog gibt es einen kleinen Einblick via Video und ich zeige dir wie ich selber elopage verwende.

Ich nutze es in Kombination mit meiner WordPress Seite. In der Theorie geht es aber auch mit jedem Website-Baukastensystem.

Der Vorteil bei digitalen Produkten ist wirklich, dass du nicht mehr dieses Geld für Zeit Verhältnis hast. Du kannst ohne Ende skalieren und musst keine Produkte lagern, verpacken oder zur Post gehen. Du designst einmal, baust einmal einen Kurs, machst einmal Fotos und bietest es dann unendlich zum Verkauf an. Sorry, aber besser geht es doch nicht. Die optimale Voraussetzung für ein monetäres Grundrauschen 😉

 

Also, egal für welche Shop Variante dein Herz schlägt:

Überleg dir einfach genau wie du es angehen willst und vorallem wo du damit mal hin möchtest. Soll es ein Hobby bleiben? Soll es groß werden? Willst du Ortsunabhängig arbeiten?

Wie gesagt, die Einblicke in den Jimdo und den elopage Shop gibt es im Video weiter oben. Und hiermit verabschiede ich mich für die dritte Summer School Folge. Bis nächste Woche. Da geht es weiter mit Planung und Buchhaltung.

Links

Jimdo (Werbellink)

elopage (Werberlink)

Warteliste für Creative Business Party – Für noch mehr Tutorials und eine Community auf die du dich verlassen kannst

Lisa Glanz

Creativemarket (Werbelink)

Spreadshirt

Redubble

Society 6

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